"Die deutsche Bildungskatastrophe" - das ist nicht die Überschrift eines Zeitungsartikels zu Ergebnissen der Pisa - Studie aus dem Jahr 2001...,
sondern der Titel eines Buches (Herder Verlag, Freiburg i/Br.), mit dem Georg Picht 1964 grundlegende Veränderungen im deutschen Bildungswesen angestoßen hat.
Im Vergleich mit dem Ausland stellte Picht für die Bundesrepublik fest, dass sie mit dem bis dahin geltenden Schulsystem die Bildungsanforderungen der Zukunft nicht werde bestehen können.
In der weiteren Diskussion, die hauptsächlich um der Begriff der Chancengleichheit kreiste, wurden viele Veränderungen eingeleitet, die unter anderem die Volksschule ablösten. Wenn die Grundschüler nun ab 1968 nach der vierten Klasse in die Hauptschule wechselten, hatten sie aber nicht nur die Bezeichnung Volksschüler gegen die des Hauptschülers getauscht.

Die Hauptschule sollte u.a. :

  • in ihrem Unterricht wissenschaftsorientiert sein,
  • Differenzierungsmöglichkeiten bieten,
  • durchlässig zu den anderen weiterführenden Schulformen sein.


Das bedeutete auch, dass die Hauptschulsysteme groß genug und entsprechend ausgestattet sein mussten. Für viele Landschulen, auch in der Umgebung von Rhede, bedeutete das das Ende.

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